Zeitschrift der Pfadibewegung Schweiz

Delegiertenversammlung

Bundesrat Pfister zu Besuch an der DV

Fabio Broker / Siamo

Neues Präsidium und prominenter Besuch: Die Delegiertenversammlung (DV) der Pfadibewegung Schweiz (PBS) 2025 war nicht nur von hohem Besuch geprägt, sondern auch von richtungsweisenden Entscheidungen. Mehr als 200 Besuchende aus allen Landesteilen kamen im November in Zürich zusammen, um über die Zukunft der Pfadi zu beraten, Projekte voranzutreiben und sich mit dem Bundesrat Martin Pfister / Hecht auszutauschen.
Was genau ist die Delegiertenversammlung (DV)?

Die DV ist das oberste Organ der Pfadibewegung Schweiz (PBS). Sie legt die strategische Richtung fest, verabschiedet Budget und Statuten und wählt die zentralen Gremien wie den Vorstand. Die DV ist das demokratische Herz der Pfadi – hier bestimmen die Mitglieder, wie sich die Pfadi in den kommenden Jahren entwickeln soll. Die 22 Kantonalverbände dürfen, entsprechend ihrer Grösse, eine bestimmte Anzahl Delegierte senden. Dieses Jahr waren total 151 stimmberechtigte Personen anwesend.

Besuch von Bundesrat Martin Pfister / Hecht – Dialog über Ehrenamt und Wertschätzung

Ein Höhepunkt der Delegiertenversammlung (DV) war der Besuch von Bundesrat Martin Pfister / Hecht, welcher selbst lange in der Pfadi aktiv war und deshalb einen Pfadinamen hat. Er ist nicht nur an einer Podiumsdiskussion mit den Delegierten in den Dialog getreten, sondern auch an einem Workshop zur Rolle des Ehrenamts. Diskutiert wurde, was Menschen motiviert, sich freiwillig zu engagieren, wo Wertschätzung spürbar ist und wie diese noch besser sichtbar gemacht werden könnte. Hecht betonte die enorme gesellschaftliche Bedeutung des Engagements in der Pfadi. Dass das Ehrenamt ein Fundament unserer Gemeinschaft sei und die Pfadi zeigen würde, wie stark dieses Fundament sein könne. Er hob hervor, dass die Pfadi nicht nur Freizeitgestaltung bietet, sondern junge Menschen darin bestärkt, Verantwortung zu übernehmen und demokratische Werte zu leben.

Neues Präsidium gewählt – frische Impulse für die Zukunft

An der DV wurde ein neues Präsidium der Pfadibewegung Schweiz (PBS) gewählt: Neu übernimmt Olivier Funk / Jerry das Co-Präsidium gemeinsam mit der bisherigen Präsidentin Christina Egli / Baixa. Jerry ist seit acht Jahren im Vorstand aktiv und bringt umfassende Erfahrung auf der Bundesebene mit. Baixa bleibt nach drei Jahren im Co-Präsidium weiterhin Teil der Doppelspitze und setzt ihre langjährige Leitungserfahrung aus Kantonal- und Bundesebene ein.

«Ich wünsche mir, dass wir als Vorstand näher mit der Basis zusammen arbeiten. Dass wir wirklich auch Bedürfnisse abdecken, welche die Basis hat und uns gemeinsam weiterentwickeln.»

Olivier Funk / Jerry, frisch gewählter Co-Präsident der PBS

«Ich finde es spannend, wenn die Delegierten uns herausfordern, wenn wir mit ihnen ins Gespräch kommen. Und wenn man bemerkt; wir gehen miteinander als Gesamtverband in eine gute Richtung.»

Christina Egli / Baixa, wiedergewählte Co-Präsidentin der PBS

Nicht nur im Präsidium ist an der DV frischer Wind eingezogen, sondern auch im Vorstand: Christophe Lanz / Le Piaf und Heiri Angele / Fink wurden neu als Vorstandsmitglieder gewählt. Le Piaf bringt über 35 Jahre Pfadierfahrung mit, vom Wolf bis zum Ausbildungsverantwortlichen im Kantonalverband der Pfadi Wallis. Fink war zuletzt Präsident des Kantonalverbandes Thurgau und kennt die Strukturen auf allen Ebenen.

Die restlichen Vorstandsmitglieder wurden alle wiedergewählt. Ariane Hanser / Cygne und Philippe Moser / Garfield sind aufgrund der Amtszeitbeschränkung nicht mehr angetreten und wurden deshalb mit grossem Dank verabschiedet. Mit diesen Wahlen setzt die PBS auf eine Kombination aus bewährter Erfahrung und neuen Impulsen, um die strategischen Ziele der kommenden Jahre anzugehen.

Neues Pfadiprofil einstimmig angenommen – Fundament für die Pfadi von Morgen

Die DV hat das überarbeitete Pfadiprofil angenommen, welches die pädagogische Grundlage der Pfadi bildet. Es bleibt dem Ziel der ganzheitlichen Entwicklung treu, wurde aber modernisiert: Eine klarere Struktur, gendergerechte Sprache und stärkere Betonung von Inklusion und Vielfalt. Mit fünf Entwicklungsbereichen und acht Methoden bietet das Pfadiprofil Leitenden ein praxisnahes Werkzeug für die Programmgestaltung.

Was lief sonst noch an der DV

Neben den Entscheidungen bot die DV auch Raum für Austausch und Inspiration: In Workshops diskutierten die Delegierten über Themen wie «Youth Empowerment», die digitale Zukunft des SARASANI und die Kompetenzenkampagne 2026. Zudem luden über 20 Marktstände die Delegierten ein, sich über innovative Projekte und Angebote zu informieren. So wurde sich über das «cudesch digital» und die neue Strategie-Website ausgetauscht, aber auch über die Nachhaltigkeitsinitiativen «Scouts Go Solar» und «Faires Lager».

Aline Gunti  / Tixo

«Das war meine erste DV und mich hat beeindruckt, dass wir einander zuhören und aufeinander eingehen. Beides finde ich sehr wichtig und möchte ich im Alltag auch gerne weitergeben.»

Aline Gunti / Tixo, Pfadiabteilung St. Jörg Kleinlützel (SO)
Linus Broch / Garfield

«An den Marktständen habe ich mich mit der IT-Strategie befasst und finde das ein sehr spannendes Projekt. Natürlich ist alles noch in den Startlöchern, aber ich glaube, die Digitalisierung ist wichtig und sehe das Projekt als richtigen ‚Vorwärts-Schritt‘.»

Linus Broch / Garfield, Pfadiabteilung Laufen (BL)

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