Zeitschrift der Pfadibewegung Schweiz

International

Gemeinsam Berge versetzen

Bénédict Knecht / Absus

Unter dem Motto «Gemeinsam Berge versetzen» fand vom 6. bis 8. März die deutschsprachige Konferenz der Pfadfinder*innen (DSK) in Bozen, Italien, statt. Doch worum geht es bei der DSK, und was macht ein*e Delegierte*r dort den ganzen Tag? In diesem Artikel nehme ich euch in die (für mich) wundervolle Welt der internationalen Pfadfinder*innen mit.
Was ist die DSK?

Die deutschsprachige Konferenz der Pfadfinder*innen (DSK) ist eine Freundschaftskonferenz der Europäischen Pfadfinder. Der Austragungsort wechselt jedes Jahr und wird von Ländern durchgeführt, die entweder deutschsprechend sind oder deutschsprechende Minderheiten haben. Die DSK erlaubt es den Delegierten, sich in einem informellen Umfeld auszutauschen und sich für weitere Konferenzen gemeinsam zu koordinieren.

Tag 1: Ankunft auf der Sonnenterrasse Bozens

Es ist 15.30 Uhr und die Schweizer Delegation steigt aus dem Zug aus, nachdem sie über den Brennertunnel im Südtirol angekommen ist. Während ich im Pullover und in Jacke in Zürich noch fror, herrschen hier schon fast sommerliche Verhältnisse. Wir entscheiden uns, noch einen Kaffee zu trinken, bevor wir den Shuttle zur deutschsprachigen Konferenz der Pfadfinder*innen (DSK) nehmen. Auf dem Hauptplatz läuft gerade eine Live-Übertragung der Paralympics. Was für ein komisches Gefühl, im T-Shirt zu sitzen, während im Nebental Wintersport betrieben wird.

Nachdem wir den Kaffee getrunken haben, begeben wir uns zum Shuttle. Die Strassenverhältnisse erinnern ans Tessin. Steile, kurvige Strassen, die sich an Weingütern entlang den Berg hochschlängeln. Nach etwa 30 Minuten kommen wir oben an und werden direkt von der Südtiroler Pfadfinder*innenschaft begrüsst.

Nach und nach kommen Pfadis aus den verschiedensten Ländern an, darunter auch viele alte Bekannte. Beim Apéro fällt mir auf, dass nicht nur Delegierte aus unseren deutschsprechenden Nachbarländern da sind, sondern auch aus Belgien, Luxemburg, Ungarn und Tschechien. Da ich im Rahmen meines Engagements in der Kommission für Internationales der Pfadibewegung Schweiz (PBS) die Partnerschaft mit den Belgischen Pfadfinder*innen mitbetreue, nutze ich die Gelegenheit mich mit der deutschsprachigen Delegation aus Belgien auszutauschen.

Tag 2: Zwischen Bozens Weinreben

Am Morgen, direkt nach dem Frühstück, teilen wir einander mit, was im letzten Jahr in den Verbänden und auf Europaebene geschehen ist. Jedes Land stellt verschiedene Ressourcen, Neuigkeiten und Anlässe vor, bei denen wir eingeladen sind. Als Information aus der Schweiz stellen wir unter anderem das neue Pfadiprofil vor und luden zum Pfadi Folk Fest (PFF) ein.

Am Nachmittag nehme ich an einer Exkursion zu einem Weingut teil, wo wir mehr über die Weinproduktion in der Region lernen.

Das gemeinsame Abendessen, mit lokalen Köstlichkeiten, gibt uns nochmals die Möglichkeit, sich mit allen auszutauschen und den Abend ausklingen zu lassen.

Die DSK: Ein Anlass unter vielen

Anlässe wie die DSK werden jedes Jahr in ganz Europa durchgeführt. Diese kleineren Konferenzen erlauben es den Mitgliederorganisationen, sich untereinander auszutauschen, ohne, dass das Gewicht einer formellen Veranstaltung auf allen Gesprächen lastet. Natürlich gibt es auch für die Französisch und Italienisch sprechenden Personen einen adäquaten Anlass; die Groupe Lisboa, die dieses Jahr in Genf durchgeführt wird.

Tag 3: Rückkehr aus dem Sonnental

Beim Frühstück hat unsere Delegation die Möglichkeit, sich mit einem Vorstandsmitglied aus dem Europäischen Vorstand der World Organization of the Scout Movement (WOSM) auszutauschen und Fragen zu stellen, die wir schon immer einmal fragen wollten. Wie ist die Europaebene der WOSM aufgebaut? Wie läuft die Planung des Roverway? Wen sollen wir ansprechen, wenn wir Antworten der WOSM brauchen? Ich bin über einige Antworten verwundert und froh Einblicke in den Verwaltungsapparat der WOSM erhalten zu haben.

Ich habe das Glück, nicht sofort abreisen zu müssen und kann mit Pfadis aus Luxemburg noch das Ötzi-Museum besuchen, bevor wir etwas Kleines essen und den Zug nehmen.

Kurz & knapp! – Einfach erklärt

In diesem Beitrag erzählt Absus von seinem Besuch an einem internationalen Pfaditreffen in Italien. Dort haben sich Pfadis aus vielen europäischen Ländern getroffen. Sie haben sich über die verschiedenen Projekte in ihren Ländern ausgetauscht und voneinander gelernt. Danach haben sie die italienischen Weinberge besichtigt. Am Abend haben alle zusammen zNacht gegessen und dabei viel gelacht. Absus hat so Pfadi-Freundschaften in ganz Europa gemacht.

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