Einen Artikel zu verfassen, sieht ganz einfach aus. Wir reihen Worte und Sätze aneinander bis uns der Text zufrieden stellt. Na gut, aber die Sache wird deutlich schwieriger, wenn diese Sätze für Menschen jeden Alters verständlich und auch interessant sein sollen. Dass sich die durchschnittliche Lesekompetenz eines 5-jährigen Kindes von der eines Erwachsenen spürbar unterscheidet, liegt ja auf der Hand.
Was erschwerend hinzukommt: Diese Artikel müssen vom Französischen ins Deutsche übersetzt werden und umgekehrt – je nachdem, was die Schreibsprache der Autor*in ist. Es gibt auch grosse Unterschiede zwischen den einzelnen Regionen der Schweiz, wobei die Leser*innen aus der Deutschschweiz zahlreicher sind als die aus der Westschweiz. Doch damit nicht genug: Alle Schweizer Kantone haben ihre Besonderheiten und verwenden einen eigenen Pfadi-Jargon, der ihre jeweilige Realität widerspiegelt. Und natürlich hat jede Pfadi-Generation ganz eigene Erfahrungen und Erlebnisse. Bleibt noch zu erwähnen, dass jede*r Autor*in ganz unterschiedliche Interessenschwerpunkte hat: Da geht es um Pfaditechnik, Veranstaltungen, Reiseberichte, das Vorstellen bestimmter Personen, Spiele usw. Kurz gesagt ist es eine echte Herausforderung, immer alle Beteiligten unserer facettenreichen Pfadiwelt zufriedenzustellen.
Trotz dieser Schwierigkeiten und Unterschiede ist es einfach ein grosses Glück, für die zahlreichen Mitglieder einer so einzigartigen Jugendbewegung schreiben zu dürfen. Dass wir uns alle zusammen, wenn auch nur kurz, denselben Themen widmen, wenn wir die frisch gedruckten Seiten einer neuen SARASANI-Ausgabe aufschlagen (oder sie online entdecken), darin liegt die wahre Stärke dieser Zeitschrift.
Vielen Dank fürs Lesen, für eure konstruktiven Rückmeldungen und Einfälle in jeder neuen Ausgabe.
Viel Spass beim Lesen!
Caracal



