An der diesjährigen Delegiertenversammlung der Pfadibewegung Schweiz (PBS) durften wir einen prominenten Gast begrüssen: Bundesrat Martin Pfister / Hecht. «Ich bin beeindruckt vom Engagement dieser jungen Menschen. Was sie in der Pfadi lernen, werden sie auch später im Leben anwenden und zum Wohl der Gesellschaft einbringen können.» sagt Bundesrat Pfister.
Dass sich ein Bundesrat die Zeit für den offenen Dialog mit den Delegierten nimmt, ist nicht selbstverständlich. Es zeigt, dass wir als Pfadibewegung an gesellschaftlicher Sichtbarkeit und Relevanz gewonnen haben. Und die bundesrätliche Anerkennung tut gut. Denn wir wissen: Engagement im Ehrenamt ist kein Selbstläufer. Es braucht Wertschätzung und gute Rahmenbedingungen, um die Motivation im Ehrenamt hochzuhalten.
Dass es zunehmend herausfordernd ist, Ehrenamtliche zu finden, spüren wir auch in der Pfadi auf allen Ebenen. Eine kürzlich veröffentlichte Studie der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft (SGG) zeigt, dass zudem heute immer stärker auch individualistische Motive einem freiwilligen Engagement zugrunde liegen. Freiwillige möchten etwas lernen und sich persönlich weiterentwickeln. Hier sind wir als Pfadi im Vorteil: Wir schreiben den persönlichen Fortschritt schon immer gross. Über alle Ebenen hinweg ermöglichen wir Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, früh Verantwortung für sich und andere zu übernehmen, wir bilden sie bewusst aus und bieten ihnen viel Raum, sich zu entwickeln. Gleichzeitig sinkt aber die Bereitschaft, sich regelmässig und langfristig zu binden. Gute Rahmenbedingungen als Grundlage für das Engagement sind hier auch für uns zentral.
Weit weg vom samstäglichen Pfadi-Alltag setzen sich Pfadis auf kantonaler und Bundesebene für die Sicherung und Verbesserung dieser Rahmenbedingungen ein. Wenn im Parlament eine politisch breit aufgestellte Gruppe eine Motion zur Verlängerung des Jugendurlaubs von fünf auf zehn Tage unterstützt oder der Bundeskredit für Jugend & Sport erhöht wird, so haben sich im Hintergrund auch Pfadis dafür eingesetzt. Nicht immer sichtbar, aber wirksam, so engagieren sich die Büro-Pfadis. Herzlichen Dank dafür!



