Das brauchst du:
- Hellen Stoff aus Baumwolle oder Leinen, wie z. B. ein T-Shirt, Serviette, Jutebeutel, Kissenbezug oder Küchentuch
- Textilfarbe auf Wasserbasis
- Verschiedene Objekte, deren Muster euch gefällt wie z. B. Holzformen, gepresste Blätter, Blüten, etc.
- ein altes Glas
- etwas Wasser
- Pinsel
- Karton und Plastiksack als Unterlage
- Bügeleisen zum Fixieren der Farbe
Und so geht’s

Suche verschiedene Objekte, die du später auf den Stoff legen willst. Flache Objekte eignen sich am besten. Wenn du z. B. Blätter und Blüten verwenden möchtest, dann presst du diese für einige Zeit, sodass sie flach aber nicht ausgetrocknet sind.
Tränke den Stoff im Wasser und drücke ihn gut aus. Nimm den Karton und leg ihn in den Plastiksack. Leg den nassen Stoff darauf. Bei den Taschen, T-Shirts etc. legst du den Karton zwischen die beiden Stoffschichten.
Gib etwas Farbe in das alte Glas und beginne es mit Wasser zu verdünnen. Starte mit einem Mischverhältnis von 1:1 und gib dann langsam mehr Wasser dazu (max. 1:4). Die Farbe soll flüssig sein, fast wie Tinte oder Aquarellfarbe. Je dunkler die Farbe ist, desto besser kann man die Motive später sehen.
Male den nassen Stoff mit dem Pinsel an. Du kannst entweder die ganze Fläche anmalen oder nur bestimmte Teile.

Platziere die verschiedenen Gegenstände auf dem gefärbten Stoff. Drücke sie gut fest. Je flacher die Gegenstände sind und je besser sie auf dem Stoff anliegen, desto besser wird das Endresultat.
Legt den Stoff in die Sonne bis er getrocknet ist. Das kann je nach Stoff und Wärme unterschiedlich lang dauern, von weniger als einer Stunde bis zu mehreren Stunden. Der Stoff unter der Kartonunterlage muss nicht trocken sein, nur die bemalte Seite.

Nehmt die Gegenstände vorsichtig vom Stoff. Ihr seht unter den Gegenständen helle Flächen. Je besser ihr die Sachen angedrückt habt, desto exakter sehr ihr jetzt den Abdruck.

Damit euer Kunstwerk länger hält, müsst ihr zum Schluss die Farbe noch fixieren. Lest dafür nach, was auf der Verpackung eurer Textilfarbe empfohlen wird. In der Regel wird geraten, den Stoff auf links zu drehen und während gut drei Minuten mit dem Bügeleisen zu fixieren.
Geschafft!


Wie funktioniert der Sonnendruck eigentlich?
Diese Art des Sonnendruckes funktioniert durch die Wärme der Sonne. Der feuchte Stoff nimmt die Farbe auf und durch die Wärme der Sonne beginnt der Stoff dann zu trocknen. Das passiert bei den freien Flächen, wo keine Objekte liegen, schneller. Wenn diese dann trocken sind, ziehen sie die Feuchtigkeit und damit die Farbe aus den nassen Stellen. So werden diese hell und die Gegenstände hinterlassen einen hellen Abdruck.



