Erster Lagertag. Irgendwo in den Voralpen. Sprudel zieht den Reissverschluss ihres Rucksacks auf und starrt auf ein Chaos aus Pullis, einer offenen Trinkflasche, einem zerfledderten Notizbuch und einem zerdrückten Sandwich. Socken? Keine. Regenjacke? Zu Hause. Zahnbürste? Irgendwo. Und das Lager hat noch gar nicht richtig begonnen …
Erst denken, dann packen
Der grösste Fehler beim Packen passiert oft, bevor etwas im Rucksack landet: Du hast nämlich keine Strategie. Wer einräumt, was einem gerade in die Hände fällt, steht mit fünf Pullis, null Unterhosen und einem langen Gesicht im Lager. Um das zu verhindern, legst du alles, was du mitnehmen willst, auf dem Boden aus. Check nüchtern: Was brauchst du wirklich? Erst dann kommt es in den Rucksack.
Und ja, eine Packliste hilft. Die bekommst du vor dem Lager jeweils von deiner Abteilung. Aber du weisst ja: Manchmal verschwindet sie wie von Geisterhand! Keine Sorge, hajk hat auf der Webseite eine solide Übersicht über das typische Lager-Gepäck in Form einer Liste und als Video.
Rollen, nicht falten
Du sparst Platz, wenn du folgenden Trick anwendest: Oberteile, Hosen, Socken etc. formst du zu festen Rollen und stellst sie senkrecht in den Rucksack. So siehst du alles auf einen Blick, nichts verknittert, und du kannst einzelne Sachen herausnehmen, ohne gleich alles andere zu begraben.
Noch praktischer sind Packsäcke. Damit kannst du Kategorien bilden (Kleider, Pyjama, Hygiene etc.) und alles separat verstauen. Oder du packst in jeden Sack dein entsprechendes Tages-Outfit. Denk unbedingt auch noch an einen leeren Packsack für dreckige Wäsche. Dein Rucksack wird so zum System statt zum Bermudadreieck.
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Die Schwerkraft ist deine Freundin
Den Plan hast du jetzt, aber wie befüllst du deinen Rucksack nun clever? Falsch gepackt fühlt er sich am Rücken an wie ein Stein. Merke dir deshalb folgende Faustregel: Schweres (wie z.B. die Wanderschuhe) gehört nah an den Rücken und eher in die Mitte, Leichtes (wie z.B. dein Schlafsack) nach unten. Steck den Schlafsack in einen Kompressionssack, das spart zusätzlich Platz. Manche Rucksäcke haben sogar ein Bodenfach dafür. Kleider gehören in die Mitte.
Wichtige Dinge wie die Regenjacke ganz nach oben. Warum? Was du unterwegs brauchst, muss sofort zugänglich sein! Frag dein Pfadifreund Salamander, der die Regenjacke letztes Mal ganz unten verstaut hatte, als es ohne Vorwarnung zu schütten begann. Er hat seinen halben Rucksack ausgepackt – im Regen. Er wird diesen Fehler sicher nie wieder machen.

Apropos Regen: Um deine Habseligkeiten trocken zu halten, gönn deinem Rucksack einen wasserdichten Überzug oder packe zumindest Schlafsack und Kleider in Drybags. Ein nasser Schlafsack im Zelt ist kein Erlebnis, das du freiwillig wiederholst.
Noch ein wichtiger Tipp zum Schlafsack: Er sollte erst kurz vor dem Abmarsch in den Kompressionssack und nach dem Lager so schnell wie möglich wieder raus. Dauerhaft komprimiert verliert er nämlich seine Wärmefähigkeit.
Nimm dir Zeit
Ein letzter Tipp zum Abschluss: Pack schon drei Tage vor Abfahrt. Dann hast du Zeit, zu merken, was fehlt. So sparst du dir die Stressattacke, wenn du am Abreisetag noch irgendwo schnell eine Zahnbürste oder Zahnpasta organisieren musst.
So wird dein Lager wegen der guten Zeit, die du hast, unvergesslich bleiben und nicht wegen vergessener Socken.
Auch wichtig: den Rucksack richtig einstellen
Nicht nur wie du den Rucksack packst, ist entscheidend, sondern auch wie du ihn richtig einstellst. Das zeigt dir Mayra im Video.



